Britta Voß

Name: Britta Voß

Firma: Salsa-Verlag

Gründungsjahr: 2019

Branche: Literatur/Kultur

Beschäftigte:
bislang keine Beschäftigten

Kompetenzen und Stationen:

Studium der Deutschen Philologie & der Mittleren und Neueren Geschichte, Abschluss mit dem Magister Artium; eigene Veröffentlichungen in mehr als 40 Anthologien; Herausgabe zweier Anthologien, Lektorat von Kurztexten und Romanen; Erlernen der „Hard Skills“ wie Buchhaltung, Mahnwesen durch Nebentätigkeit in Kanzlei

Eigene Geschichte zum Thema Selbständigkeit:

Die Frage scheint auf den ersten Blick einfach zu beantworten zu sein. Im Licht meiner Biografie erscheint so die Gründung meines Verlags als eine logische Konsequenz meines Lebenswegs. Als Kind schon eine Leseratte, als Teenager oft – zu oft, wenn man meiner Mama glauben darf – am Samstagabend mit einem Buch auf dem Sofa, Studium der Mittleren und Neueren Geschichte und der Deutschen Philologie, nach dem Magister selbst geschrieben, dann lektoriert und schließlich einen eigenen Verlag gegründet.
Doch wenn man näher hinschaut – oder in dem Fall ich in mich hineinhorche – , ist da eben mehr als das. Denn mich selbst nur als lese- und buchbegeistert darzustellen, gefällt mir zwar ausnehmend gut, meine Persönlichkeit hat jedoch, wie bei uns allen, mehr als nur einen Charakterzug. Diese verschiedenen Persönlichkeiten und ihre teilweise antagonistisch anmutenden Pole sind vielleicht am ehesten dafür verantwortlich, dass die ein oder andere Abzweigung nicht genommen wurde, der ein oder andere Weg dafür eingeschlagen wurde. Denn was oben beschrieben so gradlinig anmutet, war tendenziell eher eine kurvige Passstraße des Lebens, in der es oft wahrscheinlich nur einen kleinen Erdrutsch hätte geben müssen und schon wäre ich auf einem anderen Pfad gelandet.
Was wäre gewesen, wenn ich mein Abitur nicht geschafft hätte? Dann wäre ich vielleicht meiner damaligen großen Leidenschaft für das Singen nachgegangen. Was wäre gewesen, wenn das System Universität und ich besser zusammengepasst hätten? Dann wäre ich vielleicht nicht direkt nach dem Magister den akademischen Hallen umgehend entflohen (ja – so hab ich das empfunden!). Wenn ich einen größeren Drang zum selber Schreiben gehabt hätte, wäre ich vielleicht als Autorin zufrieden gewesen und hätte mich nicht als zwar in der richtigen Branche, aber auf der falschen Seite empfunden. Und schließlich: Wenn ich nicht so eigensinnig wäre, wäre ich vielleicht als Lektorin angekommen im Leben. So aber wuchs mit jedem lektorierten Buch der Wunsch, selbst entscheiden zu können, welchem Buch ich mit meiner Arbeit auf die Welt helfe. Nachdem der Wunsch aber erst einmal klar definiert war, war der Rest nur Formsache. Wirtschaftlichen Rahmen abstecken, sich selbst das Go geben, loslegen.

Wer hat mich inspiriert?

Schwierige Frage, da alles, was man sagt, schnell als Größenwahn angesehen werden könnte… Ich wage es trotzdem: Goethe und Elisabeth I of England

Hatte ich (weibliche) Vorbilder?

Es gibt Frauen, deren Arbeit ich wundervoll finde, deren Taten ich bewundere und deren Entscheidungen ich tiefen Respekt zolle. Ein eigentliches Vorbild habe ich aber nicht und möchte ich auch nicht haben. Ich bin ich – with all my curves and all my edges.

Welches Buch hat Dir die Augen geöffnet?

Einspruch – unpräzise (wohl doch zu lange in der Kanzlei gejobbt… 😉) Tatsächlich müsste die Frage für mich präzisiert werden, da mich so viele Bücher auf so viele verschiedene Arten und Weisen beeinflusst haben. Ich versuche mich, auf ein paar wirklich besondere zu beschränken:

  • Die Anne of Green Gables – Reihe von Lucy Maud Montgomery (unter anderem, weil ich so schon als junges Mädchen wusste, dass ich auf eine Uni gehen möchte; Anne war schließlich auch auf einer!)
  • Waris Dirie – Wüstenblume (weil mir nach dem Lesen klar wurde, dass ich, sobald ich eigenes Geld habe, Mitglied bei Terre des femmes werde, was ich auch bis heute bin)
  • Radclyffe Hall - The well of Loneliness (weil es mir gezeigt hat, dass die Welt schon immer anders war, als die offizielle Lesart vorgibt)
  • Benoîte Groult – Salz auf unserer Haut (weil… das ist privat 😉)

So könnte ich noch beliebig lang fortfahren… P.S.: Wer in einem Gespräch mit mir nach Büchern fragt: Vorher noch ein Getränk bestellen und den Heimweg um Zeitraum X nach hinten verschieben!!!

Welches ist Dein wichtigstes weibliches Anliegen im Berufsleben?

Autorinnen eine Stimme und der weiblichen Sicht auf die Welt einen Ort zu geben.

Adresse Kampstraße 7
37083 Göttingen
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